erster Welpe - viele Fragen...

Ach, du schöne Welpenzeit.

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Beitragvon Lucy2010 » 1. Jan 2014, 20:58

Hallo zusammen,

Lucy ist ja nun knapp 10 Wochen alt und seit 5 Tagen bei uns. Alles in allem muss ich sagen, die kleine Maus stellt zwar unser ganzes Leben auf den Kopf, aber ich habe vorher gewusst auf was ich micheinlasse und ich hab es mir schlimmer vorgestellt.

Ich fühle mich wie eine junge Mutter, die Haare trag ich fast nur noch zusammen, weil Lucy gerne mal dran spielt, die Nächte sind kurz und unruhig und immer ist jemand an meiner Seite. Ich finde das auch überhaupt nicht schlimm, bin nur überrascht, dass ein Hund wirklich so viel verändert.

Sie ist eine liebe Maus, sehr anhänglich, verspielt und möchte allen gefallen. Schon allein weil sie noch so klein ist, werden wir überall angesprochen.

Aber natürlich testet sie auch unendlich ihre Grenzen aus. Ich bin da auch wirklich konsequent, sie darf nicht mit ins Bett, auch wenn es immer ein großes Theater ist, aber wir wollen das durchziehen. Dafür zerlegt sie ihr Bettchen in der Zwischenzeit und ist da auch gar nicht zu bremsen. Auch ihre anderen Bettchen müssen dran glauben und sie hat genug Spielzeug auf dem sie kauen kann.

Zuhause versteht sie auch nicht, wenn sie in ihr Körbchen soll, wenn sie woanders ist schon. Da bleibt sie auch drin liegen und schläft meist. Ich denke es liegt daran, dass sie Zuhause auf die Couch darf und dort auch immer schläft.

Ein weiteres, in meinen Augen, Phänomen ist, dass ich den Raum nicht verlassen darf, ohne dass sie anfängt zu jaulen. Selbst wenn ich in ihrer Sicht und Hörweite bleibe. Aber im Auto bleibt sie ohne Probleme allein. Wenn ich das Auto ausmache schaut sie kurz und legt sich wieder hin. Ich könnte wahrscheinlich stundenlang shoppen gehen, ohne dass sie mich vermisst. Ich kann es mir nicht erklären, aber natürlich erleichtert es unseren Alltag ungemein.

Aber natürlich haben wir dafür andere, wie ich finde, schlimmere Probleme... Sie beißt in die Hände und knabbert alles an (Teppich, Klamotten, Kissen usw.). Ich sage Nein und klatsche gleichzeitig in die Hände. Sie lässt kurz ab und macht dann weiter. Ich nehme sie dann weg, brauch aber nicht lange warten bis sie zurück geht oder was anderes gefunden hat. Ich gebe ihr immer Spielzeug als Ablenkung, aber sie ist ja auch nicht doof. Dann haut sie damit ab und man denkt sie spielt damit, aber stattdessen hat sie sich eine andere knabberstelle gesucht.

Wenn sie uns beißen will quietschen wir, setzen sie runter und gehen weg und ignorieren sie. Ich glaube, dass es schon nachgelassen hat, aber ich hab Angst davor, dass wir es nie aus ihr rauskriegen.

Lucy kommt aus einer ruhigen ländlichen Gegend, wir sind hier in der Stadt. Leine laufen ist auch noch suboptimal, sie läuft Kreuz und quer und meist auch nur hinterher. Sie hat Angst vor Autos, Radfahrern und anderen Hunden. Die knurrt und bellt sie oder sie ergreift die Flucht. Ich versuche ihr mit beruhigenden Worten und mit Ablenkung beizubringen, dass es alles überhaupt nicht schlimm ist, aber ich hab das Gefühl ich erreiche sie nicht...

Ich bin für jeden Tipp offen und dankbar, wenn man mich auf Fehler hinweist.

Welpenspielstunde und Hundeschule wird sie auf jeden Fall mitnehmen.

LG
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Jenta » 1. Jan 2014, 22:05

Boah,was für eine süsse Maus :hallo:
Aber nach 5 Tagen im neuen Heim?einfach mal Ruhe bewahren.
Gibt bestimmt viele hier die sich damit besser auskennen als wir.
Aber Jenta ohne Bett geht gar nicht,dafür stundenlang alleine oder Auto,alles kein Problem.
PS:Jenta liebt meine Haare,aber nur wenn ich liege,mittlerweile begrenzt auf 30 sek.beim ins Bett gehen
LG
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Sylvia (mit Stella) » 2. Jan 2014, 00:10

Ihr macht doch schon einiges richtig. :daumen_hoch: Und wie eben schon geschrieben, Sie ist doch ERST 5 Tage bei Euch ! Das Vetrauen und kennenlernen hat ja erst angefangen.
Noch etwas Geduld, Konsequent und üben üben...
Spielzeug und Kausachen würde ich auch nie dauerhaft zur Verfügung stellen. So ist es ja auch schnell langweilig und nichts "Besonderes" mehr.
Ihr Futter(Trockenfutter) bzw ein Teil davon kann Sie sich auch verdienen, durch kleine Standard Übungen wie Sitz, Platz, Komm, Bleib , geh auf Platz usw. Das Futter wird dann auch direkt aus der Hand gefüttert.
Zum kaputt machen kann ich nicht wirklich was sagen. Das gibt es bei Stella vom ersten Tag an keine Probleme. :rotwerdm:
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Jenta » 2. Jan 2014, 01:01

Sylvia (mit Stella) hat geschrieben:, Sie ist doch ERST 5 Tage bei Euch ! Das Vetrauen und kennenlernen hat ja erst angefangen.
:rotwerdm:

Genau,also erst mal ganz ruhig und nichts übertreiben.Vertrauen ist das wichtigste,danach erst gehorsam.

Mensch,die kleine Maus muss erst mal die Wohnung,Geräusche,Telefon,TV und alles was unnormal im Welpenleben ist kennenlernen.
Kommt dann noch ein Rasenmäher,Trekker oder Auto dazu,seid Ihr schnell an der leistungsgrenze eines Welpen den Ihr erst 5 Tage habt.
Körperkontakt ist im Moment wichtig,egal wie.
Viel Glück wünscht Euch Jenta,die auch mal so klein war.
LG
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Tini » 2. Jan 2014, 10:20

Ich sage ja immer:in der Hundehaltung ist der Weg das Ziel :grins: .......man bekommt einen ungeschliffenen Rohdiamanten ins Haus und ob man ein edles Juwel draus macht liegt einzig und allein am Menschen :grins:
Meine Beiden sind jetzt 6 und 4 Jahre alt und einigermaßen tolle und guterzogene Hunde,der Weg dorthin war für mich recht zeitintensiv,manchmal frustrierend,voller Glücksmomente und immer war es Arbeit.Sie sind auch nicht perfekt,manche für mich unschöne Eigenschaften nehme ich auch hin,andere Baustellen beackere ich....immer geht es weiter,gibt es Sachen,die man mit den Hunden trainiert.....
Mach aus Deinem ungeschliffenen Diamanten ein Juwel,ein Hund ist keine Last sondern immer eine Aufgabe :daumen_hoch:
Martina,Frieda und Erna
Die Geduld nicht verlieren,auch wenn es unmöglich scheint,das ist Geduld (aus Japan)
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Lucy2010 » 2. Jan 2014, 14:44

Ich weiß ja auch, dass für sie alles neu und fremd ist und sie bekommt die Zeit die sie braucht. Sie muss auch erstmal verstehen was wir von ihr wollen.

Es wird mit jedem Tag besser, sie gewöhnt sich mehr und mehr an alles. Gestern abend war es nicht mal mehr halb so schlimm als wir ins Bett gegangen sind und sie nicht mit rein durfte.

Ich habe irgendwo gelesen, dass es genau falsch ist den Hund zu streicheln oder hochzunehmen, wenn er Angst hat, weil man ihn darin bestärkt. Aber ich habe es heute einfach mal ausprobiert und ich habe wirklich das Gefühl, das hilft ihr mehr.

Wenn wir raus gehen frisst sie überall rum, gerade jetzt wo das ganze Silvesterzeug in Massen noch herumliegt ist das natürlich noch schlimmer. Ich sage dann immer nein und nehme es ihr weg (wenn es so groß war, dass ich es noch zu fassen bekomme). Selbst kleine Steine kaut sie. Manchmal räumt sie aber auch nur auf, wenn Stöcke im Weg liegen nimmt sie die mit und legt sie an den Rand.

Und Stubenreinheit... Als sie zu uns kam hat sie sich zuverlässig gemeldet, wenn sie mal musste. Wir sind auch sofort raus mit ihr. Nun macht sie das aber nicht mehr. Vorallem nicht, wenn sie pullern muss. Da setzt sie mitunter einfach nur eine kleine Pfütze ab. Draußen pullert sie dann auch nochmal. Ich habe den Eindruck sie muss jede Stunde pullern, außer wenn sie schläft. Da passiert nichts, natürlich geht es auch gleich raus, wenn sie aufwacht. Nachts aber weckt sie uns weiterhin zuverlässig und rechtzeitig. Ist das mit dem stündlichen pullern normal? Nicht dass sie sich irgendwo erkältet hat...
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Sylvia (mit Stella) » 2. Jan 2014, 15:12

Wenn Sie drinnen eine Pfütze macht, sieht Sie denn zu wenn ihr es wegwischt ? Hunde sollten nicht dabei zusehen. In dem Moment am besten in einen anderen Raum bringen, oder wenn man zu zweit ist geht der andere mit dem Hund in der Zeit zum Pipi machen raus.

Wenn Sie ganz oft muss, kann es auch sein das Sie sich leicht verkühlt hat. Aber wenn Sie Nachts bis Morgens normal durchhält muss es nicht sein.
Versucht einfach mal schneller zu sein mit dem rausgehen als Sie mit der Pfütze in der Wohnung. Wenn es wirklich jede Stunde ist, geht ihr einfach 5 Minuten früher raus. Wenn es noch nicht reicht einfach 10 Min. Klappt das, kann man mit der Zeit wieder gaanz langsam die Zeitspanne erhöhen.
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Lucy2010 » 3. Jan 2014, 11:43

Da die Maus förmlich an mir klebt sieht sie es schon. Es kommt drauf an wo sie eine Pfütze macht, manche Räume kann ich schließen, sie kurz alleine vor der Tür lassen und es wegmachen. Aber unsere untere Etage hat nur einen großen Raum und da halten wir uns ja zum Großteil auf und in den kleinen Flur möchte ich sie nicht unbedingt setzen, da ihr das alles noch nicht geheuer ist. Wenn wir zu zweit sind machen wir das auch so, einer geht raus und der andere macht es weg.

Über die Woche bin ich mit ihr immer alleine, mein Freund ist nur am Wochenende da. Wenn sie schläft lass ich sie schlafen, aber sobald sie ein Auge aufmacht nehm ich sie und geh raus, ob sie möchte oder nicht. Sie fängt auch langsam wieder an sich bemerkbar zu machen, man muss auf jedes kleine Fiepen bei ihr hören. Ab und zu geht sie auch schon an die Tür, dafür bekommt sie natürlich ein Extralob.

Gestern hat sie es einen kurzen Moment ohne mich ausgehalten. Sie saß ganz lieb da und hat auf mich gewartet. Da habe ich mich natürlich vor Freude vor ihr überschlagen.

Sie lernt recht schnell, das Sitz klappt schon ganz gut und wenn wir von unserer Runde kommen und ich sage "Nach Hause" dann flitzt sie los und weiß genau wo sie hin muss.

Ich habe für mich selber die Ziele kleiner gesteckt und gehe alles ruhiger an.
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Sylvia (mit Stella) » 3. Jan 2014, 17:52

Das ist wirklich so, in der Ruhe liegt die Kraft. :daumen_hoch: (Auch wenn es manchmal echt schwer fällt :grins: )

Benutzt Du ein "Codewort" zum Pipi machen gehen ? Das haben wir von Anfang an gemacht. Wenn es raus ging wurde es gesagt und wenn sie etwas gemacht hat doll gelobt, zb "fein Pipi gemacht". Stella weis auch Heute noch was es bedeutet. Wir fragen dann manchmal wenn sie fiebt "Must du Pipi ?" Und wenn sie wirklich muss, neigt sie ganz leicht ihren Kopf zur Seite oder verhält sich dementsprechend. :kicher:
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Re: erster Welpe - viele Fragen...

Beitragvon Lucy2010 » 7. Jan 2014, 10:28

Bei uns heißt das Codewort "raus". Ich frage sie auch immer, sie fiept dann meistens und läuft an eine Tür. Entweder die zum Flur oder an die Terassentür. Aber das ist das sicherste Zeichen.

Es wird auch von Tag zu Tag vertrauter und routinierter bei uns. Sie geht jetzt abends ohne wenn und aber in ihr Körbchen und legt sich gleich hin und schläft. Am Wochenende waren wir viel draußen auf unserer Wiese vor dem Haus. Wir haben sie ohne Leine toben lassen, eine kleine Raubsau :grins: Hat unseren Grünstreifen (der besteht eh nur aus Erde und paar Wurzeln) umgegraben und sah danach aus wie ein Schwein. Aber es macht Spaß zuzusehen, wieviel Freude sie daran hat und auch schwarze Pfoten werden wieder weiß :kicher:

Gestern war ein Bekannter zu Besuch. Als er gesehen hat, dass sie ein Jacki ist, hat er gleich gesagt, dass ich es vergessen kann, dass das über kurz oder lang gut geht mit ihr, vorallem auf Arbeit. Ich hab sie ja mit im Büro, das klappt bisher wirklich super, sie darf ja auch mal rumlaufen, gucken und spielen. Mein Chef nimmt sich ja auch immer mal ein paar Minuten Zeit um mit ihr zu spielen und wenn sie raus muss ist das überhaupt kein Problem.

Mittags drehen wir eine Runde, natürlich noch nicht so lange, weil sie einfach noch nicht durchhält.

Nunja, jedenfalls meinte derjenige, dass ich gar nicht weiß, was da noch alles auf mich zukommt. Ich könne sie nie alleine lassen, sie würde mir alles zerlegen, sie ist jetzt noch so pflegeleicht, bald sieht das anders aus usw. ... Auch dass sie jetzt vielleicht schon Sitz macht wenn ich es sage sei Zufall, Welpen hören in dem Alter noch gar nicht und schon gar nicht die Rasse usw. ...

Das bestätigt mich natürlich gleich wieder in meiner Angst, dass sie ein Rüpelhund wird... :waas?:
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